G ä n s e- P r ü n n c h e n  erstrahlt in neuem Glanz
  

Das Naturdenkmal „ Gänse-Prünnchen „ befindet sich in Alsenborn an einem Berghang zwischen
Geldloch und Schorlenberg. Man kann es von der Gaststätte „Waldesruh“ zu Fuß bequem in 30
Minuten erreichen.
Es handelt sich um eine Jahrhunderte alte Quelle. Bis Anfang des 19.Jahrhunderts wurden die
Dorfgänse unterhalb des Brunnens zum Weiden und Tränken geführt. So entstand vermutlich der
Name Gänsebrunnen bzw. “Gänse-Prünnchen“ auf dem Brunnenstein. Der letzte Alsenborner
Gänsehirt war der Überlieferung nach der Friseur Peter Feierabend, der 1911 im Rahmen einer
Wette bei einer Zirkusveranstaltung in Alsenborn in der Löwenmanege einem Löwen zum Opfer fiel.
Um das Jahr 1925 erstellte der Alsenborner Bauunternehmer Georg Müller, wohl im  Auftrage der
Gemeinde, professionell eine schöne Brunnenanlage.
Später kamen noch 2 Zisternen hinzu, um am unteren Ende des Hanges einen Pflanzgarten zu
bewässern und später einen Teich mit Wasser zu versorgen. Obwohl in vergangenen Jahrzehnten
von an der Natur interessierten Bürgern schon Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden, drohte
nun der knapp 100 Jahre alten Anlage der totale Zerfall und der Übergang zur Natur.
Für die sieben freiwilligen Helfer Walter Frühbeißer, Dieter Dreyer, Josef Roth, Bernd Bartschat,
Heinz Lemke (alle PWV) sowie Horst Werle und Peter Schmitt war dies Beweggrund genug,
ehrenamtlich was zu tun. Schon bald zeigte sich, dass aufgrund des Zustandes praktisch zu 90%
(Ausnahme die Zisternen) ein neuer Aufbau, erstmalig nun auch mit Fundamenten erfolgen
musste. Begonnen wurde mit der Instandsetzung der Zuwegungen und der Säuberung der gesamten
Brunnenanlage. Die alten Brunnensteine, die zum großen Teil sich in Auflösung befanden, mussten
entfernt werden. Ca. 150 Mauersteine, die vom Bauhof angeliefert wurden, mussten behauen und
ebenso wie das weitere Material, u.a.ca 90 Sack Mörtel bzw. Zement in Schubkarren vom
Panoramaweg zur Brunnenanlage befördert werden. Aufwändig waren auch die Arbeiten an der
Drainage als auch die Plazierung eines ca. 4 dz schweren Rinnsteines mittels von der Firma Müller
zur Verfügung gestellten Hebewinden, denn der Rinnstein war völlig verschüttet und im Hang
abgerutscht.
Auf viele weitere Ausführungsarbeiten soll hier nicht eingegangen werden. Der Brunnen läuft
gleichmäßig und befördert 2,5 Liter pro Minute bzw. 150 Liter in der Stunde.

Die 7 Helfer, die unabhängig vom Wetter, mit großem Engagement die totale Renovierung
des Brunnens vornahmen, haben dafür in 23 Tageseinsätzen 472 Arbeitsstunden
aufgewendet.
Die Anlage wird in Kürze noch durch eine Sitzgruppe und eine Hinweistafel ergänzt.
Somit ist wieder eine schöne Anlage mit instandgesetzten Zuwegungen entstanden, an der sich
einheimische Wanderer, aber auch Touristen erfreuen können.
Wanderung zum "Gänseprünnchen",
mit anschließender Brunnenweihe
am 30.03.2014
Für die musikalische Umrahmung
sorgten die "Brunnensänger" des
PWV Starkenbrunnen